Methode
Mit der Unterstützung und Beratung aller Projektpartner werden parallel zwei Systeme entwickelt, die skalierbar sowohl in Anbaurahmen als auch in einen Feldroboter integriert werden können:
- Forscher*innen am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam und der Technischen Universität Berlin entwickeln gemeinsam ein Laserportal, dessen Aktuator auf einer Parallelroboterkinematik basiert und mit einem blauen 5W-Diodenlaser (445 nm) ausgestattet ist. Eine auf Bilderkennnung basierende Vorsteuerung positioniert den Diodenlaser präzise und dynamisch über der Beikrautpflanze. Im Stop-and Go wird der Laser exakt auf das Apikalmeristem, das Wachstumszentrum, der Beikrautpflanze ausgerichtet. Hierzu wurde eine weitere Kamera direkt am Aktuator fixiert um mittels Bilderkennung und künstlicher Intelligenz das Apikalmeristem zu erfassen und den Aktuator hochpräzise zu positionieren. So wird die maximale Wirkung des Lasers sichergestellt, dies verkürzt die erforderliche Bestrahlungszeit und reduziert die notwendige Laserleistung.
- Die Grundlage für die in JaetRobi entstandenen automatisierten mechanischen Beikrautregulierungsmodule ist ein bestehendes System der Firma nAIture, das durch optische Sensoren Möhren- und Zwiebelfelder scannt, Beikräuter detektiert und diese dann mit schmalen rotierenden Werkzeugen entfernt. Die Firma HYDRIVE hat zusammen mit Forschern der Technischen Universität Dresden ein Hackmodul zur mechanischen Beikrautbeseitigung entwickelt. Ein Magazin von 15 mm schmalen und kostengünstigen Werkzeugen ermöglicht es, dass mehrere Werkzeuge parallel arbeiten können. Ziel war es, so eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 1 m/s zu ermöglichen.